Bürgersolarkraftwerke präsent

Bei herrlichem Wetter und großem Zulauf fand am 7. und 8. September in Buchholz das jährliche Stadtfest statt.
Wie jedes Jahr stellten sich viele Initiativen und Vereine mit Ständen und Aktionen dem Publikum vor.

Erstmals haben auch wir uns als regionale Solargenossenschaft mit einem Stand am Samstag vorgestellt. Betreut wurde unser Stand für den Vorstand von Silvia Ogiolda und von den Aufsichtsratsmitgliedern Ingrid Greiner und Helmut Unger. Die Besucher und Besucherinnen erhielten von ihnen informative Einblicke in unsere ‘ehrenamtliche’ Arbeit und Informationen zu den von uns bisher realisierten Photovoltaikanlagen.
Bei vielen intensiven Gesprächen konnten wir auch auf unseren Kooperations-Partner Naturstromwerk hinweisen, der einen günstigen Tarif für regionalen Ökostrom anbietet.

Solarstromperspektiven für Niedersachsen

Wir haben Anfang Juni 2019 an der Fachtagung „Solarstromperspektiven für Niedersachsen“ in Hannover teilgenommen – uns sind guter Laune von der Tagung nach Hause gefahren. Denn die vortragenden Experten – allen voran Rolf Brendel, Leiter des Instituts für Solarforschung in Hameln, machten den Teilnehmern Mut: Es stecke noch viel Entwicklungspotenzial in der Solarenergie. Sowohl was die Weiterentwicklung der Technik angehe, als auch bei den verfügbaren Flächen sei noch viel Luft nach oben.

Erfreulich auch die Einschätzung des Referenten Enno Wieben, bei der EWE Netz in Oldenburg tätig als Entwicklungsleiter Energiesysteme. Er sieht die Netze als belastbar an, auch mit dem unregelmäßig gelieferten Strom aus erneuerbaren Energien fertig zu werden, und stellte dar, dass Technik, die noch vor wenigen Jahren als nicht umsetzbar galt, heute schon selbstverständlich sei.

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das der Umsetzung der Energiewende einst den entscheidenden Impuls gegeben hatte, wurde von den Fachleuten inzwischen teilweise als Hemmschuh ausgemacht – zu detailversessen, zu kompliziert, mit Einzelregelungen, die den Ausbau der Erneuerbaren eher behindern als fördern. Die Tagungsteilnehmer sprachen über Chancen und Hemmnisse der Solarenergie, den politischen Willen und die wirtschaftlichen Potenziale, die Kombination von Wind und Sonne und den Einsatz von Speichern. Es war ein reger Austausch, zu dem die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN), die den Tag organisiert hatte, jetzt jährlich einladen will.

Die mehr als 120 Fachleute und Teilnehmer demonstrieren bildlich, dass die Deckelung des PV-Ausbaus „weg“ muss (Foto: Ulrich Pucknat; Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies vorne, linke Mitte). Nach heutigem Stand endet die Einspeisevergütung für Solarstrom 2020/2021 – dann werden 52 Gigawatt Photovoltaik in Deutschland installiert sein, und nur bis zu diesem Ausbauziel ist die Einspeisevergütung zugesagt. Das Bundeswirtschaftsministerium hat bisher keine weitere Regelung getroffen, so dass der Solarstrom-Ausbau erneut ins Stocken geraten könnte. Der Bedarf an Strom aus Photovoltaik liegt jedoch um ein Vielfaches höher, damit die Klimaschutzziele erreicht werden können.

Neue Anlage am Netz

Am 1. April um 2 Minuten vor 12 war es soweit: unter den wachsamen Augen von Herrn Bargmann von den Buchholzer Stadtwerken legte ein Mitarbeiter des Anlagenbauers den Schalter um, die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der neuen Boulder- und Gymnastikhalle ging in Betrieb. Von diesem Zeitpunkt an liefert sie umweltfreundlichen Strom für den Kletterturm und für die kurz vor der Fertigstellung stehende Sporthalle.
Dank des strahlenden Sonnenhimmels waren nach drei Betriebsstunden bereits 58 Kilowattstunden auf der Uhr. “Die Anlage erfüllt offensichtlich unsere Erwartungen”, freuten sich Norbert Stein, Vorsitzender der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG, und sein Vorstandskollege Dr. Horst Rudolph. Stein betonte auch, dass dies die zweite Anlage sei, die von der Genossenschaft auf den Dächern des Sportzentrums errichtet worden sei, und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Sportverein.

Die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG wurde, wie viele wissen, 2007 von einigen “Rosengärtnern” gegründet, die ihren Anteil dazu beitragen wollten, dem Klimawandel zu begegnen. Sie starteten mit einer kleinen Solaranlage auf dem Dach des Kirchen-Gemeindehauses in Klecken.
Inzwischen betreibt die Genossenschaft mehrere Anlagen im Landkreis und ihre mit 70 kWp bislang größte in Wilhelmsburg. Die Genossenschaft hat inzwischen 150 Mitglieder, die eine Einlage von mindestens 250,- Euro geleistet haben. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten ehrenamtlich, es gibt auch keinerlei bezahlte Mitarbeiter. Dadurch kommt jeder verdiente Sonnen-Euro dem Bau und Betrieb weiterer Anlagen zu Gute. “Wir freuen uns über jedes neue Mitglied. Denn nur, wenn viele an einem Strick ziehen, sind wir in der Lage, unsere Arbeit erfolgreich fortzusetzen”, meinte Norbert Stein anlässlich der Inbetriebsetzung und ergänzte mit einem Augenzwinkern: “und gegen eine kleine Verzinsung von zwei bis drei Prozent kann man ja auch nichts haben”. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen bei den Solar-Kraftwerken Rosengarten eG!

Gemeinsam für mehr Sonnenstrom in der Hansestadt

Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG unterstützt die Solaroffensive Hamburg

Mit dem Motto, Hamburgs „Dächer blau“ zu machen, ist die Solaroffensive Hamburg im Herbst vergangenen Jahres gestartet, um mehr Strom aus Sonnenenergie in der Hansestadt zu produzieren. Das Ziel ist es, bis 2020 auf 5000 weiteren Dächern oder Fassaden Sonnenstrom zu ernten. Gerne unterstützen die Bürger-Solarkraftwerke diese Initiative – Ende Januar 2018 gab es das erste Treffen mit den Initiatoren.

Gestartet auf Betreiben der Klimaschutzorganisation Hamburger Klimawoche und der Bürgerenergiegenossenschaft EnergieNetz Hamburg eG haben sechs Unternehmen und Organisationen der Branche die ersten Schritte in die Hand genommen. Mit dabei sind von Anfang an der Anlagenbauer DZ-4 sowie die Energieversorger Greenpeace Energy, Hamburg Energie, Lichtblick und Naturstrom.

Die Dächer „blau“ zu machen, soll heißen, sie mit Solarmodulen zu versehen. Beim Treffen im Januar zeigte sich, dass Hamburg im Vergleich mit anderen Bundesländern weit abgeschlagen ist was die Stromproduktion aus Sonnenenergie angeht. Dabei sei, rechnete Matthias Ederhof von EnergieNetz Hamburg vor, das Potenzial bundesweit bei weitem nicht ausgeschöpft: 1.200 Quadratkilometer potenzielle Flächen gebe es auf Dächern, an Fassaden, versiegelten Flächen, und entlang der Autobahnen und Schienenwege, da seien laut einer Potentialstudie des ISE bis zu 170 GWp zusätzliche solare Stromerzeugung möglich.

Die Solaroffensive arbeitet zum einen daran, wichtigen Themen mehr Öffentlichkeit zu geben – derzeit informiert sie umfassend über Mieterstrom. Zum anderen knüpft sie Kontakte in andere Branchen – sehr gute Gespräche habe es bereits mit Organisationen der Wohnungswirtschaft gegeben. Dass dabei schon viele Impulse gekommen seien, bestätigte Ulf Rietmann von Naturstrom – zum Beispiel bei Fragen der finanziellen Förderung von Photovoltaik im Wohnungsbau. Beim Treffen im Januar spielte die Frage der Ästhetik von Modulen eine Rolle, die von Architekten und Solarbegeisterten nicht unbedingt gleich gut beurteilt wird. Letztlich nicht unwichtig, denn Architekten würden nur in ihre Entwürfe aufnehmen, was Ihnen auch gefalle.

Um effizient zu arbeiten, haben die sechs federführenden Akteure der Solaroffensive jetzt Themengebiete definiert und personell besetzt, bei denen sich die Unterstützer einbringen können. Die Bürger-Solarkraftwerke wollen derzeit vor allem in ihrer eigenen Arbeit Öffentlichkeit für das Bündnis schaffen.

Petra Reinken

Gute Gespräche bei Ehrenamtsmesse

Alle fünf Vorstandsmitglieder der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG (Rosengartenenergie) arbeiten ehrenamtlich, und darum waren wir auf der fünften Buchholzer Ehrenamtsmesse auch gut aufgehoben. Der Kreis der Teilnehmenden war bunt gemischt – es waren Sozialverbände genauso dabei wie Naturschützer, Freiwilligeninitiativen oder Kirchen- und Kulturvertreter. Mit unserer Arbeit, die Energiewende voranzubringen und in Solaranlagen zu investieren, waren wir dennoch ein Exot in der illustren Runde.


Die Atmosphäre in der Buchholzer Empore war lebendig, denn alle dort vertretenen Organisationen – beziehungsweise die Menschen, die dahinterstehen – haben das gleiche Ziel: die Gesellschaft mitzugestalten und die Welt, gerade im Lokalen, ein wenig besser zu machen. Wir ja auch: Wir bauen Anlagen erneuerbarer Energien in Kooperation mit Dachbesitzern und tragen so zur Energiewende, zum grünen Strommix, bei.

Viele Menschen nahmen am Stand unsere Informationsmaterialien mit und haben mit uns über unsere und ihre Themen diskutiert.

Zehn Jahre Photovoltaik in Klecken

Zehn Jahre Photovoltaik in Klecken
2007 gründete sich die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG
Thomaskirche in Klecken mit PV-Anlage auf dem Gemeindehaus
Seit zehn Jahren können sich Bürger unserer Region an Photovoltaikanlagen beteiligen und damit direkt die Energiewende unter-stützen, denn: 2007 gründeten sich die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG, und noch im gleichen Jahr sorgte die Sonne für die ersten Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energie. Die Energiegenossenschaft – heute kurz Rosengartenenergie – freut sich, dass sie den zehnten Geburtstag ihrer ersten Photovoltaikanlage feiern kann. Am 6. Dezember 2007 wurde der erste Solarstrom vom Dach des Gemeindehauses der Thomaskirche in Klecken ins Netz gespeist.

Im August 2008 ging auch der zweite Teil dieser Anlage ans Netz. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von rund zehn Kilowattstunden (kWp). Pro Jahr produziert sie jetzt Strom für etwa zwei Einfamilienhäuser. Insgesamt sind das seit ihrem Bestehen mehr als 76.000 Kilowattstunden. Über 42.000 Kilo CO2 wurden dadurch vermieden. Diese Menge würde gasförmig etwa 316 Container von 40 Fuß füllen.

Seit diesem ersten kleinen Projekt in Klecken haben die Bürger-Solarkraftwerke drei weitere Anlagen realisiert – in Marschacht und Wilhelmsburg sowie auf einem Dach des Sportvereins Blau-Weiss Buchholz. An einer großen Anlage in Lüneburg sind die Bürger-Solarkraftwerke beteiligt. So leistet die Energiegenossenschaft, die heute rund 160 Mitglieder hat, einen regionalen Beitrag zur Energiewende in Deutschland.

Die sich ständig ändernde Gesetzgebung im Bereich regenerativer Energien macht es den Genossenschaften nicht immer leicht. Es kommen immer wieder neue Herausforderungen auf die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder zu. Aufgrund der geringen Einspeisevergütung ist es notwendig, Objekte mit hohem Eigenverbrauch und einem geeigneten Dach zu finden, da nur dort Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können.

Die Überzeugung der Bürger-Solarkraftwerke ist, dass die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien mit dezentralen Strukturen gelingen kann. „Fossile Energien sind nun einmal endlich“, erinnert Vorstand Norbert Stein. „Es gibt gar keinen anderen Weg.“

Vorstand stellt sich breiter auf

Verstärkung bei der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG

Mit einem um zwei Mitglieder erweiterten Vorstand hat die Energiegenos-senschaft Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG sich breiter aufgestellt: Neben den bewährten Vorstandsmitgliedern Norbert Stein (Vorsitzender), Stefan Lübben (stellvertretender Vorsitzender) und Petra Reinken kom-plettieren seit Kurzem Silvia Ogiolda und Horst Rudolph das Gremium. Alle Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Nun, da die Arbeit auf weitere Schultern verteilt wurde, kann die Genossenschaft bestehende Projekte intensiver betreuen und neue Aufgaben angehen.

Vorstand4P2017_k

Schon im vergangenen Jahr hat eine Satzungsänderung den Weg frei gemacht für eine breitere inhaltliche Ausrichtung. Zwar werden immer noch vorrangig Solaranlagen für die Stromerzeugung auf geeigneten Dä-chern betrieben, doch können die Bürger-Solarkraftwerke ihre Tätigkeiten nun beispielswiese auch auf den Bau und Betrieb von Blockheizkraftwer-ken oder die Beteiligung an Windenergieanlagen ausweiten. „Wir wollen aktiv an der Energiewende mitwirken“, sagt der Vorsitzende Norbert Stein. „Dafür suchen wir weiterhin geeignete Dächer ab 200 Quadratmeter für den Bau von Photovoltaikanlagen, freuen uns aber, dass wir nach der Satzungsänderung auch in andere Richtungen denken können.“ Um diese Öffnung deutlich zu machen, ist die Energiegenossenschaft jetzt auch unter dem Namen „Rosengartenenergie“ im Internet und per Mail erreichbar.

Um die Energiewende voranzubringen, werben die Bürger-Solarkraftwerke in einer Kooperation mit Naturstrom auch für den Anbieterwechsel.

Naturstrom – und sein Vertriebspartner Grünstromwerk – haben dafür sogenannte Regionalstromtarife im Angebot. Der Regionalstromtarif Süder-
elbe steht allen Bewohnern des Landkreises Harburg und Umgebung zur Verfügung: https://www.gruenstromwerk.de/suederelbe.

Der Tarif richtet sich insbesondere an Bürger, die noch Kohle- oder Atom-strom beziehen und das nicht mehr wollen. „Je mehr Menschen sich für einen Öko-Anbieter entscheiden, desto grüner wird der gesamte Strommix“, bekräftigt Vorsitzender Stein. Wenn die Menschen zudem noch Mitglieder der Bürger-Solar-Genossenschaft würden, profitierten sie zusätzlich, genau wie die Genossenschaft.

Die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG ist per E-Mail an kon-takt@rosengartenenergie.de zu erreichen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.rosengartenenergie.de.

Naturstrom AG erhält Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Wir freuen uns mit und für die Naturstrom AG, die kürzlich den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten hat. Denn unser Kooperationspartner Grünstromwerk gehört zur Naturstrom AG – mit ihm bieten wir den Tarif „Regionalstrom Süderelbe“ an. Wer zum Regionalstrom-Süderelbe-Tarif des Energieversorgers Grünstromwerk wechselt, bekommt 100 Prozent Ökostrom – Wasser- und Windkraft aus Deutschland. Unsere Mitglied profitieren von einem verringerten Grundpreis. Wir als Genossenschaft erhalten für jede Kilowattstunde, die aus dem Süderelbe-Tarif geliefert wird, eine kleine Vergütung.

Was die Jury des Deutschen Nachhaltigkeispreises an der Naturstrom AG überzeugt hat, finden Sie hier:

https://www.naturstrom.de/ueber-uns/presse/news-detail/deutscher-nachhaltigkeitspreis-naturstrom-ag-gehoert-zu-den-fuenf-nachhaltigsten-marken-deutschl/